Die Kolonie Vondern

Bei der Planung der Kolonie Vonderbruch, wie das neue Wohngebiet für die Mitarbeiter der Zeche Vondern in den Anfangsjahren genannt wird, lehnt sich der Baumeister an die zu der Zeit in Deutschland sehr populäre Idee der englischen "Gartenstadt" an.
Das parkartig durchgrünte Gelände ist durch geschwungene Straßen erschlossen; die abwechslungsreich versetzten Häuser mit vorgezogenen Giebeln und loggiaartigen Eingängen sind auch im Detail großzügig gestaltet…

(Bourrée, 1988)

Bild 70: Kolonie Vondern

Bild 70: Kolonie Vondern

Die Bauarbeiten nach diesem bei der GHH bisher noch nicht angewendeten Konzept beginnen 1906 auf einem Grundstück zwischen der Bruchstraße (heute Arminstraße) und der Schloßstraße, in unmittelbarer Nähe der Wasserburg. Die in 55 eineinhalbstöckigen Zwei- und Vierfamilienhäusern vorgesehenen 210 Wohnungen haben separate Eingänge, drei oder vier Zimmer und in einem Anbau Stall und Toilette, die innerhalb des Hauses zu erreichen sind.

Bild 71: Verkaufsanstalt des GHH-Konsums mit angebautem Kasino

Bild 71: Verkaufsanstalt des GHH-Konsums mit angebautem Kasino

Der Architekt wandelt zwei Haustypen immer wieder geschickt ab und vermittelt dadurch dem Betrachter den Eindruck eines großen Formenreichtums.

Im Jahre 1910 eröffnet der GHH-Konsum in der Bruchstraße in einem repräsentativem Haus mit Freitreppe und großen Schaufenstern seine Verkaufsanstalt IV, um, erstmalig in einer Kolonie, den Werksangehörigen die Möglichkeit zu verbilligtem Einkauf zu bieten. In einem Seitenflügel des Gebäudes richtet die Gutehoffnungshütte für die Führungskräfte der neuen Zeche ein "Beamtenkasino" mit Kegelbahn ein. Und weil es auf Dauer das einzige bleibt, kegeln hier auch die Angestellten der Zechen Osterfeld und Jacobi.

Die Kleinkinderschule Vonderbruch entsteht mitten in der Siedlung. Sie wird 1912 ihrer Bestimmung übergeben.

Bild 72: Kindergarten Vondern 1994

Bild 72: Kindergarten Vondern 1994

© Fritz Pamp

   

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